Donnerstag, 6. April 2017

[Rezension] "Sommernachtswende"

Seit der Leipziger Buchmesse bin ich ganz vernarrt in den Drachenmond Verlag und würde am liebsten jedes Buch von diesem tollen Verlag lesen… Mein zweites Buch davon habe ich neulich erst beendet und möchte es euch heute gerne vorstellen.

• Titel: Sommernachtswende
• Autor: Christelle Zaurrini
• Verlag: Drachenmond Verlag
• Seiten: 256
• Preis: 12,00 €  (D)
• Einzelband – es gibt allerdings einen
   Folgeband mit
   Nebencharakteren aus
   "Sommernachtswende" in der
   Hauptrolle

Worum geht es?

Emma erlebte bis jetzt nur Tiefpunkte in ihrem Leben. Nach dem Tod ihrer Mutter versinkt sie zusammen mit ihrem Vater in tiefer Trauer. Die beiden ziehen auf Wunsch des Vaters hin in eine andere Stadt und Emma muss von jetzt auf gleich alles hinter sich lassen, selbst ihre beste Freundin.
Als sie sich auf deren Wunsch nach einiger Zeit widerwillig auf ein Klassentreffen in ihrer alten Heimat einlässt, muss sie sich dort auch ihrem alten Leben stellen. Erinnerungen, alte Lieben und tiefe Trauer tauchen wieder auf. Ihr Ex macht ihr das Leben schwer und eigentlich will sie nur wieder zurück nach Hause. Doch dann trifft sie auf Dylan, der selbst eine schwere Vergangenheit hinter sich und es auch jetzt nicht einfach im Leben hat. Wieso wirkt Dylan so anziehend auf Emma? Und warum kommt er ihr bloß so bekannt vor…?

Meine Meinung:

Zu allererst muss ich sagen, dass das Cover so so schön ist, genauso wie die Aufmachung im ganzen Buch. Alles ist schön verziert und verschnörkelt. Dafür ist der Verlag bekannt und deshalb mag ich ihn auch so. Das Buch geht sehr schön los, hat einen flüssigen Schreibstil und man freundet sich direkt mit Emma an. Sie tut einem leid und man trauert mit ihr mit, kann sie einfach nur nachvollziehen. Der Prolog lässt einen aber mit anderen Erwartungen auf das Buch zurück. Vielleicht weiß der ein oder andere, was ich damit meine. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Emma und Dylan erzählt, die beide sehr sympathisch sind und mit ihren schicksalhaften Vergangenheiten eine Menge Spannung erzeugen. Aufgrund mehrere Sichtweisen ist es lockerer und leichter zu lesen. Ein paar Mal kommt es auch vor, dass jemand anderes das Erzählen übernimmt. Das ist beispielsweise sehr schön dargestellt, als Dylans vierjährige Schwester zu Wort kommt. Grundlegend war die Geschichte eine einfache Liebesgeschichte, die an manchen Stellen ruhig etwas mehr ausgebaut werden konnte. Es gab Szenen, die einen fiebern ließen, allerdings nicht weiter beleuchtet wurden. So hatten Emma und Dylan zum Beispiel jede Menge bedeutende Geheimnisse voreinander und obwohl sie jeden Tag von früh bis abends miteinander verbrachten, sprachen sie nie darüber. Auch der Höhepunkt der Geschichte, das bekannte Drama in jeder Liebesgeschichte, war sehr schnell wieder beendet und ab und an lief die Handlung einfach zu rund ab und alles war Friede-Freude-Eierkuchen. Es war trotz alledem eine schöne, lockere Geschichte für Zwischendurch, bei der man sich nicht besonders anstrengen muss und die empfehlenswert für alle New Adult-Fans ist. Man darf die offenen Fragen, die man sich beim Lesen stellt, nicht so ernst nehmen. ;-)
Von mir gibt es schlussendlich 4 von 5 Sternen.