Freitag, 31. März 2017

[Rezension] "Verwandte Seelen" 1

Auf der Leipziger Buchmesse habe ich Nica Stevens getroffen und dort ihr Buch „Verwandte Seelen“ gekauft und signieren lassen. Auf Empfehlung hin und mit großen Erwartungen habe ich das Buch dann schnell gelesen. Nun hier dazu meine Rezension…

• Autor: Nica Stevens
• Seiten: 212
• Verlag: Drachenmond Verlag
• Ausgabe: Taschenbuch kartoniert
• Preis: 12,00 € (D)
• 1. Teil der „Verwandte Seelen-Trilogie“

Worum geht’s? 

Samantha lebt zusammen mit ihrer Tante und ihrem Onkel, sowie ein paar weiteren Familien in einem kleinen Dorf, abgelegen und versteckt, damit die Unsterblichen sie nicht aufspüren können. Denn diese verachten die Menschen, jagen und töten sie oder lassen sie in Arbeitslagern für sie schuften. Als eines Tages die Gemeinschaft durch die Unsterblichen angegriffen wird, kann Samantha mit ihren Freunden flüchten. Ihre Familie gerät allerdings in die Fänge der Unsterblichen.
Samantha wird von Menschen aus einer befreundeten Gemeinschaft aufgenommen und zusammen wollen sie die Taten der Unsterblichen rächen. Als sie auf den unsterblichen Jake treffen, der sich als Verbündeter erweist, reagiert dieser zunächst ziemlich kühl und abneigend gegenüber Samantha. Im Laufe der Zeit knistert es dann aber immer mehr zwischen ihnen, doch eine Frage steht immer zwischen den beiden:
Welche Rolle spielt sie in der Beziehung zu den Unsterblichen?

Meine Meinung:

Meine Meinung kann man eigentlich aufteilen, nämlich auf die erste und die zweite Hälfte des Buches, denn diese haben mir unterschiedlich gefallen.
Ich bin mit großen Erwartungen an das Buch gegangen, kam aber leider sehr schlecht in die Handlung. Das lag vielleicht nicht mal an dem Thema, denn ich habe für Fantasy noch nie viel übrig gehabt. Eher hatte ich etwas mit dem Schreibstil zu kämpfen, kann aber nicht genau sagen, wieso.
Mit Samantha hatte ich auch durch das ganze Buch hindurch meine Probleme. Ich möchte nicht alles schlecht reden, aber ihre Familie ist gerade mitsamt dem ganzen Dorf überfallen worden und in ein Arbeitslager gebracht worden, doch sie verliert keinen einzigen traurigen Gedanken daran oder hat auch keine einzige traurige Phase. Nein, stattdessen hat sie nur Augen für Jake und ist jedes Mal zutiefst enttäuscht, wenn dieser sie mal nicht oft genug beachtet. Meiner Meinung nach ging auch die Liebesgeschichte viel zu schnell. Sie kennen sich gerade mal einen Tag und können schon nicht mehr ohne einander. Dadurch, dass die Szenen ziemlich schnell abgehandelt waren, entstand auch gar keine richtige Spannung. Es stand quasi am Anfang der Seite das Problem und am Ende der Seite schon die Lösung.
Jetzt könnte man denken, das Buch war der totale Flop. Überraschender Weise war es das nicht. Ab circa der Hälfte des Buches hat alles eine 180 Grad-Wendung gemacht. Es ist endlich mal etwas passiert und man konnte mitfiebern. Was bisher langweilig schien, hat jetzt endlich mal Wind bekommen. Die Handlung hatte ihren typischen Höhepunkt und auch die Charaktere waren nachvollziehbarer als bisher. Das Ende hat Lust auf den zweiten Teil gemacht und da dieser, genauso wie sein Vorgänger, nur ein sehr dünnes Buch ist, werde ich es mir wahrscheinlich zu Ostern wünschen   Auch, wenn ich mit Samantha noch so meine Schwierigkeiten habe, gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen.
                           🌟🌟🌟/5